Tool-Der Swish

DER SWISH.

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Diese Technik baut auf den Submodalitäten auf. Um wirklich zu verstehen, worum es hier geht, starte hier. 

Der Swish ist eine Technik, durch die Du störende, belastende und sogar zwanghafte Verhaltensweisen loswerden kannst. Er ist perfekt für Verhaltensweisen, von denen Du denkst, dass Du keine Kontrolle über sie hast oder, dass sie einfach so passieren, und Du das erst merkst, wenn es schon zu spät ist. Zum Beispiel: Übermäßiger Kaffee-Konsum, Rauchen, Wutanfälle.

Die meisten unserer Angewohnheiten laufen auf Autopilot. Egal, ob wir unkontrolliert Schokolade essen, die Haut von unseren Fingern zupfen oder rauchen, wir haben uns ein automatisiertes Verhalten angewöhnt. Wir starten ganz unbewusst und ertappen uns dann erst dabei, wenn es schon zu spät – und wenn es ideal läuft, machen wir uns noch dafür runter.

Unser unbewusster Autopilot braucht allerdings auch einen gewissen Anstoß bzw. einen Auslöser. Wir haben nicht den ganzen Tag über, ununterbrochen Bock Schokolade zu essen oder Fingernägel zu kauen – auch wenn uns das oft so vorkommt. 
Wir sind nicht gut darin, lange Zeit in einem gewissen Bewusstseinszustand zu verweilen. Unsere Stimmung ändert sich so ungefähr alle 2 Minuten  – oder 5 Sekunden, wenn man meditieren will!
Überall auf der Welt probieren Leute jeden Tag sich hinzusetzen, zu atmen und für eine gewisse Zeit in ein und demselben Zustand zu verweilen. 

Dein Autopilot läuft nicht dauerhaft und braucht einen gewissen Auslöser, um zu starten.

Beim Swish finden wir zuerst diesen Auslöser. Diesen Moment, bevor alles zu spät ist!
Der Zeitpunkt, bevor ihr euch nicht mehr zurückhalten könnt und eurem Verlangen nachgeht.
Nachdem wir den Auslöser gefunden haben, geben wir eurem Kopf für euer Verhalten eine neue Richtung vor.

Unser Gehirn lernt nicht gut, Ergebnisse zu erreichen. Es versteht zwar: „Wenn A, dann B“, allerdings wars das auch schon. Die Transferleistung ist beschränkt. 

Stell Dir vor, Du willst zum Rauchen aufhören und bearbeitest die folgende Situation:
„Ich sitze am Küchentisch und rauche.“ 
Jetzt kannst Du Dich dazu bringen: 
„Ich sitze am Küchentisch und trinke ein Glas Wasser, anstatt zu rauchen.“ 

Das hilft, das kann gut funktionieren und das macht vielleicht Deine Mitbewohner sehr glücklich, allerdings haben wir nachhaltig nicht wirklich etwas bewirkt. 
Wir haben Dir eine neue Verhaltensweise einprogrammiert, aber nicht Dein System geändert. Wenn Du vor die Tür gehst, wird vielleicht ein neues Verlangen auf die Weg-Zigarette aufkommen und schon ist die Zigarette in Deinem Mund – Plus die andere Zigarette, die Du Dir vorhin am Küchentisch gespart hast!

Um unseren Kopf nachhaltig zu verändern, müssen wir auf einer anderen Ebene ansetzen.Wir wollen ihm nicht neue Verhalten zeigen, wir wollen ihm ein neue Einstellung vermitteln. Eine Richtung vorgeben, wie wir seien und wie wir uns selbst sehen wollen.

Das Gehirn lernt nicht, gewisse Ergebnisse zu erreichen, es lernt, gewisse Richtungen einzuschlagen.

Bevor es tiefer in die Konzepte hinter der Technik geht, erkläre ich sie erstmal und bitte Dich, sie einmal zu machen, damit Du ein besseres Verständnis dafür bekommst.

Der Standard-Swish.

(Eine Live-Demo als Audio aus der Trainingsklasse findet ihr am Ende der Seite.)

  1. Welches Verhalten willst Du ablegen?
    Überlege Dir ein Verhalten, das Dich an Dir stört. Etwas, dass Du automatisiert machst, es Dir immer wieder passiert und Du es vielleicht erst im Nachhinein bemerkst.
    Beispiele: Rauchen, Nägelkauen, Schokolade essen, Wutanfälle.
    Wann und Wo machst Du das Verhalten gewöhnlich?

  2. Finde den Auslöser / Trigger und das innere Bild dazu.
    Jetzt schließ die Augen und geh innerlich die Situation durch, in der Du Dich so verhältst. Was siehst Du vor Deinem geistigen Auge, in dem Moment, der dem unerwünschten Verhalten direkt vorausgeht?

    Wenn Deine Situation zum Beispiel rauchen ist, überlege Dir, wann genau Du ein erstes Verlangen spürst: Wenn Du eine Zigarette siehst? Wenn Du jemand andern rauchen siehst? Wenn Dich etwas nervt?

    Es ist wichtig, dass Du das Bild, das Du Dir in deinem Inneren schaffst, assoziiert siehst. Das heißt, durch Deine eigenen Augen. Du siehst durch Deine Augen die Situation, so als würdest Du sie erleben. Dieser Post, stellt das Ganze detaillierter dar.

    Wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst oder Dir nicht sicher bist, ob genau das der Moment ist, mache das Verhalten in echt, nicht nur in Deiner Vorstellung.
    Wenn Du zum Beispiel Nägel kaust, hebe Deine Hand so, als würdest Du gleich loslegen.

    Du solltest jetzt ein klares, inneres Bild von der Situation haben, in der Du das Verlangen spürst, aber bevor Du dem Verlangen nachgehst.
    Da es sich um den Auslöser für ein unerwünschtes Verhalten handelt, solltest Du etwas Unbehagen spüren, wenn Du die Auslöser-Situation anschaust: Je unangenehmer das Gefühl, desto besser wird es funktionieren.

  3. Schaffe Dir ein Zielbild.
    Schiebe das erste Bild kurz zur Seite – wir brauchen ein weiteres Bild.
    Erschaffe Dir innerlich ein zweites Bild. Dieses Bild soll Dir zeigen, wie Du bist, wenn Du das gewünschte Verhalten / die gewünschte Veränderung erreicht hättest.

    Wie würde sich Dein Selbstbild verändern, wenn Du nicht mehr rauchen, an Deinen Nägel kauen oder in keine Wutanfälle mehr ausbrechen würdest?
    Was wäre plötzlich noch anders?
    Wie würde sich Dein Selbstbild verbessern?
    Welchen Unterschied macht es für Dein selbst und in Deinem Leben machen?

    Schaffe Dir ein inneres Bild von einer Person, die Dein Verhalten nicht mehr macht.
    Was denkt sie über sich? Wie ist sie drauf?

    Dieses Bild solltest Du dieses Mal dissoziiert sehen, das heißt: Du siehst bzw. beobachtest Dich selbst dabei.

    Im Gegensatz zu dem abstoßenden ersten Bild soll dieses Bild Dich magisch anziehen!
    Ändere das Bild so lange, bis es für Dich extrem attraktiv ist. Dein Gesicht sollte strahlen!

  4. Swish – Jetzt gehts zur Sache!
    a) Nimm wieder das erste Bild und mache es vor Deinem geistigen Auge groß und hell.
    b) Nimm das zweite Bild, mache es klein und dunkel und platziere es unten Links in der Ecke von dem großen ersten Bild.
    c) Jetzt lass das kleine Bild ganz schnell größer und heller werden, bis es das Andere komplett bedeckt.
    d) Lass das erste Bild währenddessen kleiner und dunkler werden. 
    – Mache c) & d) sehr schnell, in weniger als einer Sekunde.
    e) Lösche beide inneren Bilder, öffne die Augen und schau Dich kurz um.
    f) Wiederhole a) bis e) 5 Mal

    Wenn es Dir hilft, nimm Deine Hand zur Unterstützung: Zieh mit der Hand, das kleine Bild groß, so schnell, wie Du swish sagen kannst.

  5. Teste es!
    a) Stell Dir das erste Bild wieder vor. Was passiert jetzt?
    Falls es funktioniert hat, wird es schwer sein, Dir das erste Bild wieder herzuholen oder es wird gleich wieder verblassen.
    b) Teste das Verhalten real.
    – Heb Deine Hand und schau, ob Du noch kauen willst.
    – Schau eine Zigarette an und teste, ob das Verlangen noch da ist.
    c) Geh einen Schritt weiter.

    Ist das Verlangen/der Zwang beim Sehen der Zigarette weg, aber taucht wieder auf, wenn Du an der Zigarette riechst? Wenn ja, mache das Ganze nochmal mit dem neuen Auslöser-Bild.

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Es funktionier nicht! – Die Feinheiten.

Wie verändert sich unser Zustand?

Wenn sich unser Gefühls- oder Gemütszustand verändert, verändert sich auch etwas in uns.
Stell Dir vor,  jemand sitz ganz normal am Küchentisch und plötzlich ist er wütend und schreit herum. Das passiert nicht, aus dem Nichts heraus. Irgendetwas ist in der Zeit in ihm passiert. Irgendwas ist in dem Kopf der Person abgelaufen, um da hinzukommen. Man wird erstmal genervt oder gereizt, bevor man wütend wird. Das Gefühl wächst an, so wie jedes Gefühl von Verlangen anwächst – es kommt nicht schlagartig und übermannt uns aus dem Nichts. 
Etwas ist davor im Kopf abgelaufen: Man hat sich etwas gesagt, hat etwas gesehen etc.

Wir sind im Post über Submodalitäten schon mal kurz auf Strategien eingegangen und werden uns bald noch näher damit auseinandersetzen.

Für jetzt, ein sehr einfach ausgedrücktes Beispiel:
Du sitzt und arbeitest –> Du hast ein Bild von etwas im Kopf, dass Dich an Dir selbst aufregt –> Du sagst Dir: „Ich Idiot“ -> Das Bild wird größer -> Du sagt: „Du riesiger Idiot“ -> Das Bild wird heller -> Du bist sauer!

Es läuft ein interner Prozess in Dir ab, der Dich dazu bringt, etwas zu fühlen oder zu tun. Wie dieser Prozess in Dir abläuft, ist ausschlaggebend für den Erfolg der Technik.

Was sind die Treiber-Submodalitäten Deiner Erinnerung?

Wie im Beispiel beschrieben, wird das Bild größer und hellerDie Eigenschafen Größe und Helligkeit haben für die Meisten einen starken Einfluss auf ihre Gefühle – allerdings ist das nicht bei allen so.

Es kann sein, dass Deine wichtigen Eigenschaften eines Bildes andere sind. Vielleicht wird Dein Gefühl intensiver, wenn sich Dein Bild 
nach hinten kippt, oder sich entfernt / näher kommt, oder breiter / schmaler wird.

Analysiere Deine innere Veränderung: Was passiert genau, wenn Dein Verlangen wächst?
Wenn Dein Bild näher kommt, anstatt größer zu werden, dann mache genau das auch beim Swish: Lass das zweite Bild weite entfernt von Dir sein und näher kommen, während das Erste kleiner wird.

Wichtig ist nur, es gibt so gut wie immer zwei Eigenschaften, die kombiniert werden müssen. Z.B. Entfernung und Helligkeit.

Geht das nur mit Bildern?

Falls Du zu dem Bild etwas hörst, kannst Du auch die Stimme / das Geräusch lauter oder leiser drehen. Meistens reicht es aber, wenn Du das Bild alleine veränderst. 

Deinem Gehirn eine Richtung geben.

Wir Menschen weichen dem Unangenehmen gerne aus und gehen auf das Angenehme gerne zu. Durch den Swish lassen wir das störende Verhalten innerlich kleiner, dunkler und unangenehmer werden, während wir das Wunschbild größer und anziehender machen. Wir geben unserem Gehirn eine Richtung vor: Von hier, nach dort. 
Wir ersetzt nicht einfach eine Verhaltensweise, wir schaffen ein Selbstbild, dass uns eine Richtung vorgibt.

Das Ergebnis des Swish sollte sein, dass, wenn das Verlangen / der Zwang in Dir aufkommt, dass Dich jetzt das neu einsetzenden, gute Gefühl, in eine andere Richtung zieht.

Wenn wir das alte Bild einfach durch ein Neues ersetzen, würden wir Dir nur eine simple Alternative einprogrammieren. Wenn wir aber Dein Selbstbild ändern und Du Dich als neue, andere Person mit anderen Qualitäten siehst, kann sich diese Person mit den neuen Qualitäten dauerhaft und nachhaltig neue Handlungsmöglichkeiten ausdenken.

Wir wollen, dass Deine Gedanken sich wie eine Sogwirkung an das neue, positive Bild von Dir selbst ziehen. 

Quellen.

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Die Demo aus dem Stream.

Die Demo ist ein wenig gekürzt, da ich Pausen und Wiederholungen herausgeschnitten habe.
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