In dieser Serie von Artikeln gehen wir dem anscheinend schwierigsten Thema der Menschheit auf den Grund: Wie zur Hölle reden wir anständig miteinander, ohne uns anzubrüllen und danach angepisst zu sein?

Ein etwas langer Titel, aber ich glaube, er trifft wie die Faust auf das Auge –einer Person, die eine andere Meinung hat!

Warum müssen wir lernen besser zu kommunizieren?

Grundsätzlich einmal wird Dein Leben dadurch angenehmer, weil Deine Mitbewohnerin Dir Tee macht!

Ansonsten hat gute Kommunikation nette Nebeneffekte wie bessere emotionale Ausgeglichenheit, mehr Verständnis und Akzeptanz, mehr Liebe, mehr Zufriedenheit, mehr Unterstützung bei unseren Vorhaben usw. – und für die, die es ganz besonders gut machen: mehr schmusen.

Gesunde zwischenmenschliche Beziehungen sind die Grundlage für ein erfülltes Leben und jede Art von Veränderung. Und die Basis von gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen ist nun mal miteinander zu reden.

Das heißt im Endeffekt: Gute Kommunikation = bessere Beziehungen = mehr Tee, ohne was dafür zu tun = zufriedenes Leben.

Warum fällt uns Kommunikation überhaupt so schwer?

Emotionen! Kommunizieren heißt: Gefühle ausdrücken und verstehen.

Das geht von „Ich bin introvertiert und brauch Zeit alleine.“, über „Das nervt mich schon lange.“, bis hin zu „Mir geht es richtig beschissen!“.

Wenn wir unsere Gefühle nicht reflektieren, akzeptieren und verarbeiten, stauen sie sich auf – und Gefühle finden immer einen Weg, sich zu äußern. Wenn wir auf jemanden wütend sind, muss das nicht unbedingt heißen, dass wir ihn anschreien. Wir haben schließlich so ein großes Gehirn, damit wir uns Wege überlegen können, um uns viel subtiler genervt zu verhalten: Aus Versehen das dreckige Geschirr stehen lassen, die Musik einen Tick lauter drehen oder die Türen mit etwas mehr Schwung zuzumachen. 

Wie sehr mein rational veranlagter Charakter das auch leugnen mag, vor unserem Handeln kommt immer ein Gefühl und unser Miteinander und wie gut wir kommunizieren ist abhängig davon, …

… ob wir wissen, was in uns vorgeht bzw. welches Gefühl gerade sein Unwesen treibt.
… wie wir ausdrücken, was in uns vorgeht. 
… wie gut wir verstehen, was in dem Anderen vorgeht. 

Die drei Dingen sind ausschlaggebend dafür, wie gut wir miteinander auskommen – besonders, wenn wir das langfristig vorhaben.

Was wir in diesem Kurs lernen:

Die Hauptpunkte, um die wir uns also in dieser Artikel-Serien kümmern werden sind:

  1. Effektives zuhören: Verstehen, wie jemand Anderes sich (verstanden) fühlt.
  2. Effektives reden: Verstehen, was in Dir vorgeht und wie Du es ausdrücken kannst.
  3. Prinzipen: Generelle Konzepte über Beziehungen verstehen.

Das war auch schon genug geredet für heute. Am Ende jedes Teils findest du Aufgaben und / oder erklärende Grafiken und Bilder. In der Aufgabe von heute geht es darum, Deine Kommunikation zu reflektieren und dir ein Ziel für diesen Kurs zu setzen. Hier das PDF.